Flüchtlinge probieren sich in der Werkpraxis aus

Arnsberg. Durch die Bürgerstiftung Sundern und einen Einzelspender ist jetzt ein besonderes Projekt gelungen: Ergänzend zu einem Deutsch-Sprachkurs konnte eine werkpraktische Orientierung für Flüchtlinge aus dem Raum Sundern organisiert werden. So stand im Februar neben dem Spracherwerb auch das Training beruflicher Fähigkeiten auf der Tagesordnung.

„Wir haben sechs verschiedene Gewerke (Holz, Farbe, Metall, Gastronomie, Hauswirtschaft und Pflege -Kooperation mit der örtlichen Caritas-) zur Verfügung gestellt und so den Sprachschülern eine Plattform gegeben, vorhandene berufliche Fähigkeiten einzubringen bzw. sich in verschiedenen Gewerken auszuprobieren!“, resümiert Geschäftsführer der Kolping-Bildungszentren Südwestfalen, Werner Hellwig. Das Ganze ist der Bürgerstiftung Sundern und einem Einzelspender zu verdanken, die die finanziellen Grundlagen geschaffen haben. Mit Hilfe eines gut funktionierenden Netzwerkes konnte dieses Projekt schnell realisiert werden. Das Resümee fällt bei allen Akteuren positiv aus: So hat die überwiegende Mehrheit der Flüchtlinge dieses Angebot positiv und motiviert angenommen. Sie waren dankbar, ihre erlernten Kompetenzen und Fähigkeiten einzubringen und so Perspektiven für den deutschen Arbeitsmarkt zu entwickeln. Und hier gibt es bei drei jungen Männern schon ganz konkrete Absichten: Zwei würden gern eine Ausbildung zum Maler und Lackierer bzw. zum Tischler antreten. Hierzu werden derzeit mit Hilfe der Kolping-Bildungszentren die nächsten Schritte geplant.

Die Einschätzung der Ausbilder ist in jedem Fall viel versprechend: „Die jungen Männer haben sich sehr gut in das Gewerk eingefunden. Die schaffen das!“