Tischler-Azubi tauscht Werkbank gegen Montage in Nepal

Arnsberg. „Da möchte ich in jedem Fall noch einmal hin!“ Die Erinnerungen von Dustin Regling aus Medebach an eine aufregende Reise sind noch frisch und lebendig. 11 Tage hat sich der junge Tischler-Auszubildende bei den Kolping-Bildungszentren Südwestfalen GmbH für soziale Projekte in Nepal engagiert. Jetzt berichtete er von seinen Erfahrungen.
 
Ein Blick in die Fotogalerie auf der Internetseite des „freundeskreis-nepal.de“ sagt alles: Zufriedene und lachende Gesichter bei der Arbeit und beim Aufbau eines Hauses! „Das ist in der Nähe von Pokhara!“ erläutert Dustin Regling dem Kolping-Geschäftsführer Werner Hellwig. „Hier haben wir kleine Häuser aufgebaut, die Waisenkindern als Wohnraum zur Verfügung gestellt werden.“ Nach Kathmandu ist dies schon das zweite Ziel der Reise. Hier kann der angehende Tischler natürlich seine ersten beruflichen Kenntnisse einbringen. Die berufliche Ausbildung zum Tischler brachte ihn auch zu der Reise: Sein Berufschullehrer hatte seine Fachklasse angesprochen und von dem Projekt erzählt. „Da habe ich nicht lange nachgedacht und schnell meine Bereitschaft erklärt. Schwierig war dann noch, das Geld für den Flug und die Reise zusammen zu bekommen!“ Aber auch das ließ sich schnell lösen: Spenden aus der Familie und dem Freundeskreis sowie eine Spendensammlung in der Mitarbeiterschaft der Kolping-Bildungszentren Südwestfalen, die die Geschäftsleitung aufstockte, haben die finanziellen Mittel zusammen gebracht. „Über diese Unterstützung habe mich riesig gefreut!“, so Regling. Aber er wird auch nachdenklich in diesem Zusammenhang: „Mir ist auch mehr als deutlich geworden, wie gut wir es in Deutschland haben und wie großzügig und gastfreundlich die Menschen dort sind, obwohl sie viel, viel weniger zum Leben haben.“
 
 
Neben dem Aufbau kleiner Häuser stand eine Hilfsaktion in Kathmandu auf dem Programm, im ersten Teil der Reise. Mit Spendengeldern aus Deutschland ausgestattet kaufte die Gruppe viele wichtige Ausstattungsgegenstände, z.B. Matratzen für ein Kinderheim, ein und stattete es damit aus. „Die Menschen sind sehr freundlich in Nepal und waren sehr dankbar für unsere Hilfe. Das hat mir auch gezeigt, dass mein Entschluss für die Reise richtig war: Ich wollte gern helfen und habe mich daher über diese Chance riesig gefreut. Mit diesen Menschen bin ich nach wie vor verbunden und es ist mein Ziel noch einmal in diesen Teil der Welt zukommen!“
 
Unser Foto zeigt Dustin Regling, links mit dem Geschäftsführer der Kolping-Bildungszentren Südwestfalen GmbH, Werner Hellwig und dem Tischlermeister Bernhard Jochheim.